Schmetterlingssammlung

Zarte Flügel, schillernde Farben und eine Verwandlung, die bis heute staunen lässt: Im Obergeschoss des Heimatmuseums lädt die Schmetterlingssammlung zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Falter ein.

In gläsernen Vitrinen sind zahlreiche Tag- und Nachtfalter zu sehen – heimische Arten ebenso wie farbenprächtige Falter aus fernen Ländern. Große Schautafeln erklären, wie Schmetterlinge leben, wie sie sich entwickeln und warum viele von ihnen heute auf unseren Schutz angewiesen sind.

Vom Ei zum Falter

Kaum etwas in der Natur ist so erstaunlich wie die Metamorphose: Aus dem Ei schlüpft eine Raupe, die frisst und wächst, sich schließlich verpuppt und als fertiger Falter wieder ans Licht kommt. Am Beispiel des Kleinen Fuchses zeigt die Ausstellung diese Verwandlung Schritt für Schritt.

Die Tafeln „Raupengesichter“ und „Verschiedene Raupen“ rücken die oft übersehenen Raupen ins Bild – vom Ringelspinner bis zum Mittleren Weinschwärmer. Auch die Überwinterung wird erklärt: Je nach Art überstehen Schmetterlinge die kalte Jahreszeit als Ei, Raupe, Puppe oder als Falter. Zitronenfalter und Tagpfauenauge überwintern als Falter und gehören deshalb zu den ersten, die man im Frühjahr fliegen sieht.

Farbenpracht aus aller Welt

Ein Höhepunkt der Sammlung sind die tropischen Falter. Besonders die Morphofalter aus Mittel- und Südamerika ziehen die Blicke auf sich: Ihr leuchtendes Blau entsteht nicht durch Farbstoffe, sondern durch winzige Schuppen auf den Flügeln, die das Licht brechen. Je nach Blickwinkel schimmern sie deshalb in immer neuen Tönen.

Schmetterlinge heute

Die Ausstellung erzählt auch von der Gefährdung der Schmetterlinge. Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und durch Umweltgifte sind viele Arten selten geworden, manche sind gebietsweise ganz verschwunden. Der Baumweißling, dessen Raupen einst ganze Obstplantagen kahl fraßen, steht heute auf der Roten Liste. Schmetterlinge zu fangen, ist deshalb durch das Naturschutzgesetz verboten. Einige wenige Arten wie das Tagpfauenauge kommen dagegen mit den veränderten Bedingungen gut zurecht.

Seltene Pflanzen aus dem Raum Buchloe

Passend dazu zeigt eine Bildwand in der Mitte des Raumes seltene Pflanzen aus der Umgebung von Buchloe.

Kommen Sie vorbei und sehen Sie sich die Falter aus der Nähe an: Das Heimatmuseum ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

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