Der Dreißigjährige Krieg im Allgäu
BZ-Artikel vom 01.12.25
Der Dreißigjährige Krieg im Allgäu
Vortrag des Kreisheimatpflegers Jörg Müller im Kolpinghaus Buchloe
Am 23. Mai 1618 warfen böhmische Adelige protestantischen Glaubens drei kaiserliche, katholische Statthalter aus einem Fenster ihrer Amtsräume in der Prager Burg. Dieser „Zweite Prager Fenstersturz“ markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges, der am 24. Oktober 1648 mit dem in Münster und Osnabrück geschlossenen Westfälischen Frieden endete.
Was als Religionskonflikt begann, weitete sich rasch zu einem gesamteuropäischen Machtkampf aus. Die Kampfhandlungen fanden vor allem auf deutschem Gebiet statt. In den drei Jahrzehnten zwischen Kriegsbeginn und Friedensschluss kamen schätzungsweise vier Millionen Menschen ums Leben – im Gefecht, durch plündernde Söldner und Marodeure, durch Hunger oder Seuchen.
Der Vortrag zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie stark das Gebiet und die Bevölkerung des heutigen Ostallgäus bzw. Allgäus unter den Kriegsereignissen litten. Neben den konfessionellen Gegensätzen zwischen Katholiken und Protestanten werden auch Unterschiede zum Bauernkrieg von 1525 aufgezeigt. Zeitzeugen – darunter ein Söldner, ein Abt, ein Schriftsteller und ein Philosoph – kommen zu Wort. Zudem gibt der Vortrag Anregungen und Hilfestellungen zum eigenständigen Weiterforschen.
Zu diesem Vortrag lädt der Heimatverein Buchloe am Samstag, den 13. Dezember 2025, um 16 Uhr herzlich ins Kolpinghaus Buchloe ein. Auch Nichtmitglieder sind willkommen; der Eintritt ist frei.

