Wechsel im Vorstand

Von Ulrich Müller zu Herbert Wintersohl

von Klaus Dieter Treude
(mit freundlicher Genehmigung der Buchloer Zeitung vom 9. Februar 2019)

Einen Führungswechsel gab es beim Heimatverein Buchloe und Umgebung, wobei die Gesichter allerdings die gleichen blieben. Der bisherige 1. Vorsitzende Ulrich Müller tauschte seinen Vorstandsposten mit Herbert Wintersohl, dem bisherigen 3. Vorsitzenden. Das sei schon lange geplant gewesen, meinte Müller, „jetzt ist es genug“. Müller gehört dem Vorstand des Heimatvereins seit über 20 Jahren an, davon zuletzt vier Jahre als 1. Vorsitzender. Mit der Wahl von Wintersohl als Nachfolger ist er sehr zufrieden, dieser sei gut eingearbeitet.

Der neue Mann bat die Vereinsmitglieder  – 60 von 221 waren zur Mitgliederversammlung im Gasthaus „Eichel“ erschienen –  um Unterstützung. Er trete in große Fußstapfen, die sein Vorgänger hinterlasse. Als Zugezogenem fehle ihm schlicht und einfach Hintergrundwissen und er werde immer wieder fragen müssen. Dass es ihm Ernst ist mit seinem neuen Amt, dass er etwas bewirken will, machte er in seiner „Regierungserklärung“ deutlich. Wintersohl möchte das Spektrum des Heimatvereins erweitern. Heimat, Geschichte, Natur, Kunst und Kultur gehören für ihn zusammen. „Heimat ist auch Aufgabe“, sagt er. Hierzu schweben ihm Kooperationen mit weiteren Vereinen vor. Das Jahresprogramm 2019 spiegelt das erweiterte Spektrum wieder. So wird es natürlich weiterhin die beliebten Exkursionen geben, aber – auch begleitend zur UBI-Umweltwoche –  eine Ausstellung mit Vorträgen zur „Energiewende“ im Heimatmuseum (Mai). Zur Auswirkung des Klimawandels auf Natur und Mensch im Allgäu wird im November der Biologe und Buchautor Dr. Michael Schneider vortragen und ebenfalls Ende des Jahres könnte es eine Ausstellung „Buchloe im Wandel der Zeit – Stadtentwicklung in Bildern“ geben. Keine Frage, Wintersohl wird dem Heimatverein neue Impulse geben. Viele Impulse. In seinem Kopf schwirren, so scheint es, jede Menge Ideen herum. Zur deren Umsetzung braucht er die Unterstützung der Mitglieder und vieler ehrenamtlicher Helfer. Diese Unterstützung wird er sicherlich erhalten. So wie ihn seine Vorstandskollegen, allen voran Ulrich Müller, bisher auch unterstützt haben. Das Jahresprogramm trägt zwar unverkennbar bereits seine Handschrift, „aber an dem Programm haben wir alle gearbeitet“ erklärte er der Versammlung. Der bisherige Vorstand habe unverzichtbare Grundlagenarbeit geleistet, künftig sei die Arbeit dahingehend leichter, als man „nur ins Regal greifen muss“, um die passende Antwort zu finden.

Ulrich Müller hatte eingangs eine durchweg positive Bilanz des Vereinsjahres 2018 gezogen. Er dankte der Führung und den Mitarbeitern der Stadt für die großzügige Unterstützung und berichtete von weiteren Verbesserungen und Planungen im Heimatmuseum. Lediglich den Rückgang der Besucherzahlen um ein Drittel im Museum bedauerte er: „Da macht sich die fehlende Sonderausstellung bemerkbar.“

Herbert Barthelmes, 3. Bürgermeister, überbrachte die Grüße der Stadt und des 1. Bürgermeisters. Er dankte allen Mitgliedern und Helfern für ihr Engagement und insbesondere Ulrich Müller für seine Arbeit. Er versicherte auch weiterhin die Zusammenarbeit mit der Stadt.

Außer der Rochade im Vorstand standen Ehrungen für 25-jährige Vereinstreue und ein interessanter Vortrag von Herbert Sedlmair über die Geschichte des Gasthaus Krone und die Stiftung Gisela und Horst Hoeltke auf dem Programm. Am Freitag wird die Ausstellung „Schreinerei Heinz – Waal“ im Heimatmuseum eröffnet, die an den folgenden Sonntagen bis zum 17. März zu sehen ist.


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